Klar bieten Google, ChatGPT oder Gemini einen bequemen Sucheinstieg in ein neues Thema, aber die gefundenen Quellen müssen nicht seriös sein (Stichwort Halluzinationen). Außerdem gibt es oft sehr große Treffermengen, die sich schwer filtern lassen. Je nach Zweck der Recherche (Lehrbuch, Literatur für Hausarbeit, Seminararbeit, PhD-Thesis) und Fortschritt des Studiums (Bachelor, Master, PhD) gibt es unterschiedliche Quellen und Suchstrategien. Einige allgemeine Tipps:
wo suchen
- Unsere Bibliothek bietet Literatur zum Studium, zu mathematischen Grundlagen sowie der aktuellen Forschung der Abteilung Mathematik. Die Bücher sind im Kölner Universitätskatalog nachgewiesen. Hier finden Sie auch alle campusweiten e-Lizenzen.
- Sie können die Suche auf unseren Printbestand (Print-Medien Standort “Mathematisches Institut“) einschränken, dann werden allerdings lizenzierte ebooks und Zeitschriften nicht mehr angezeigt.
- ! Tipp: Besuchen Sie die 30min-Schulung Unikatalog - der Quickguide.
- Auch die von uns lizenzierten Datenbanken im Bereich der Mathematik sind vor allem ab höheren Semestern ein guter Ausgangspunkt für thematische Recherche.
wie suchen (Suchstrategien)
- Sammeln Sie zu Beginn Suchbegriffe und Synonyme; ggf. können Sie auch ein Wortnetz zu benachbarten Themen erstellen, um sich Zusammenhänge klar zu machen.
- Erzielen Sie bei Ihrer Suche mit spezifischen Begriffen keine Ergebnisse, nutzen Sie nach und nach allgemeinere Stichworte und filtern Sie aus diesen Suchergebnissen neue Suchbegriffe heraus (oder anders herum: starten Sie mit allgemeineren Begriffen und ermitteln Sie anhand der Ergebnisse spezifischere Sucheinstiege).
- „Pearl growing“ (oder „Snowballing“): Ist ein relevantes Paper / Buch bekannt, können Sie die in diesem Paper zitierten Referenzen nutzen, sich dort ebenfalls die Quellenangaben ansehen und so von Literaturangabe zu Literaturangabe springen. Nachteil: Sie finden so nur Quellen, die älter sind als das Ursprungspaper.
- Datenbanken, z.B. das "Web of Science" bieten die Funktion "cited references" an - quasi einen in die Zukunft gerichteten Schneeball. Hierüber werden Artikel gelistet, die das Ursprungspaper später zitiert haben. Das hilft bei der Suche nach neuerer Literatur, zeigt aber ebenfalls nicht die neusten Publikationen zu einem Thema.
- Netzwerken: Fragen Sie innerhalb des Kurses oder Ihrer Arbeitsgruppe nach Buchempfehlungen oder interessanten Papern
- !Tipp: Nehmen Sie an unserem fachspezifischen Crashkurs zum wissenschaftlichen Arbeiten teil.